Gebratener Spargel mit Frühlingsgemüse

Spargel hat deutlich mehr Geschmack und eine knackige Konsistenz wenn man ihn brät.

Zutaten
– Spargel
– Zuchini
– Paprika
– Knoblauch

 

 

Außerdem noch Oregano, Salz, Pfeffer, Koriander, Olivenöl, spritzer Limettensaft

 

 

 

 

 

 

 

Gebratener Spargel ist eine völlig andere Sache als gekochter Spargel. Wenn man ihn brät behält er seinen Geschmack und man muß ihn nicht aus Scham unter Holandaise verstecken. Außerdem hat er einen angenehmen biss und nichts von diesem sitschig matschigen eines gekochten Spargels.

Den Spargel schälen, in gleichmäßige Stücke schneiden.
Eine Pfanne mit Olivenöl heiß werden lassen und rein mit dem Spargel. Den Knoblauch würfeln. Knoblauch, Oregano, etwas Koriander und Salz mit in die Pfanne.

Das Ganze eine Weile vor sich hin brutzeln lassen.

 

Jetzt kommt die Paprika dran. Auch in gleichmäßige Stücke schneiden und in die Pfanne damit.
Pfeffer mit dazu Deckel und halb drauf, so das sich etwas Hitze staut aber die Feuchtigkeit trotzdem abziehen kann.

 

Jetzt das Gleiche mit den Zuchini. In gleichmäßige Stücke und rein damit in die Pfanne.
Die Zuchini sind der Fertig-Indikator. Sie sollen gar sein aber nicht matsch.

Handkäs mit Musik als Tatar

Frankfurter Klassiker, etwas abgewandelt.

Zutaten
– Handkäse (oder Harzer)
– Zwiebel
– Kümmel
– Essig
– Öl

 

Außerdem noch Salz und Pfeffer.

 

 

 

 

 

Frankfurter Spezialität, eingentlich nicht als Tatar sondern mit Handkäs am Stück.
Aber dann muss das Ganze ein paar Tage in der Musik (Marinade) durchziehen, bevor er gut schmeckt und butterzart wird. Als Tatar reicht ein halbes Stündchen und es schmeckt schon ganz ordentlich. In dieser ad-hoc Variante ist er vom Geschmack und der Konsitenz auch eher Massen-Kompatibel.

In Hessen/Frankfurt heißt der Sauermilchkäse der sonst als Harzer bekannt ist Handkäs.  Die Stücke sind etwa Handteller groß im Gegensatz zu den kleineren Harzer-Roller Stücken.
Das wichtigste beim Handkäs ist, daß er reif ist. Er darf keine weißen krümmeligen Stellen mehr in der Mitte haben. Sonst schmeckt er nicht. Am Besten man nimmt Käse dessen Mindesthaltbarkeitsdatum schon einige Tage überschritten ist.

Der Arbeitsaufwand ist minimal. Als erstes eine Vinaigrette aus Essig, Öl, dem Kümmel und etwas Salz unf Pfeffer anrühren.
Ich Hacke den Kümmel immer etwas mit dem Messer, dann zieht er besser durch. Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und in die Musik geben.

Jetzt den Hankäs in kleine Stücke reißen/bröseln und in die Vinagrette geben. Dadurch bekommt er eine viel größere Oberfläche und nimmt schneller das Arma der Vinaigrette an. Gut durchrühren und etwas stehen lassen, damit er durchziehen kann.
Gegessen wird er normalerweise mit einem kräftigen Sauerteigbrot mit Butter.

Echter, klassischer Handkäs mit Musik, wird durch das tagelange reifen als Stück in der Vinaigrette butterweich und zerläuft fast von ganz alleine. Sehr lecker.

Der Name Musik für die Vinaigrette rührt übrigends von den Zwiebeln, da sie am anderen Ende des Verdaungstraktes Musik machen. Dafür ist der Kümmel nicht nur ein hervorragend schmeckendes, sondern auch ein gut wirkendes Gegenmittel.

Rote-Beete Salat

Rote-Beete kann auch roh. Und schmeckt sogar sehr gut.

Zutaten
– Rote-Beete
– Petersilie
– Zwiebel

 

 

Außerdem noch Salz, Pfeffer, Koriander, Essig und Öl.

 

 

 

 

 

Rote-Beete ist ja eher als gekochte Knolle bekannt. Selbst im Standard-Rote-Beete-Salat wird die gekochte Knolle verwendet. Sie schmeckt aber auch ungekocht, leicht mariniert sehr gut und hat einen angenehmen biss.

Der Arbeitsaufwand ist minimal. Deswegen erübrigt sich auch jedes weitere Bild.
Als erstes eine Vinaigrette aus Essig, Öl und den Gewürzen anrühren. Zwiebeln in dünne Streifen schneiden und zum Marinieren in die Schüssel.
Jetzt die Rote-Beete schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden (oder hobeln, je nach Vorliebe). Rot-Beete mit in die Schüssel und gut durchmischen.
Als letztes die Petersile klein schneiden (ohne Strung) und mit unterrühren. Das wars.

Obstler

Die Essenz des Obstes zum Trinken

Obstler

Obstler ist ein kein sortenreiner Obstbrand, sondern er wird aus einer Mischung verschiedener Obstsorten gebrannt. Sehr beliebt sind Obstler aus einer Apfel/Birnen Mischung.

Im Gegensatz zu Weinbrand, der aus Wein gebrannt wird und nicht aus den Weintrauben, wird Obstbrand direkt aus dem Ausgangsmaterial -dem eingemaischten Obst- gebrannt.

In anderen Ländern sind Obstbrände oft unbekannt. Und auch bei uns gibt es ein Nord-Süd Gefälle bei der Herstellung.
Korn&Co kommt eher aus den Norden und alles obstige eher aus dem Süden.

 

Frankfurter Würstchen

Frankfurter Würstchen
Frankfurter Würstchen dürfen sich nur solche nennen, die aus Frankfurt und Umgebung kommen.  Es ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung.
Frankfurter treten meist paarweise auf, da es sich bei ihnen um ziemlich dünne Würste handelt.
Die Würstchen lässt man in heißem Wasser ziehen um sie warm zu machen.
Wie alle Brühwürste sollten sie nicht in siedendem Wasser liegen.

 

Frankfurter zählen zu den Brühwürsten, bei der die Zutaten roh in die Wurst kommen. Sie wird aus Schweinefleisch hergstellt und ist geräuchert.

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Krautsalat

Krautsalat, mit viel Liebe weich gestreichelt und mit Kümmel.

Zutaten
– Spitzkohl
– Kümmel
– Essig
– Öl

 

 

Außerdem noch Salz, Pfeffer, Zucker, etwas Wasser

 

 

 

Als erstes die Vinaigrete vorbereiten. Dazu Pflanzenöl (kein Olivenöl, der Geschmack passt hier gar nicht), Essig und ein Schuß Wasser in einen Topf geben. Den Kümmel und etwas Pfeffer hinzugeben. Kein Salz! Aber etwas Zucker.

Kurz aufkochen lassen, dann von der Hitze nehmen und abkühlen lassen.

Jetzt den Kohl (in dem Fall Spitzkohl) halbieren und in dünne Streifen schneiden.

Ich mache das am liebsten mit einem Messer, mit einer Mandoline bekommt man natürlich noch gleichmässigere und noch schmalere Streifen hin.

 

 

 

 

 

 

 

 

So, jetzt wirds handgreiflich. Der rohe Kohl wird jetzt mit roher Gewalt erweicht. Oder mit sehr viel Liebe gestreichelt – ist Interpretationssache.
Kohl mit reichlich Salz bestreuen (aber nicht zuviel, alles was jetzt an Salz reinkommt bleibt im Krautsalat!). Hände in die Schüssel und den Kohl kräftig kneten.

Durch das Kneten wird das Salz in Kohl-Fasern gedrückt und er wird quasi ad-hoc mariniert. Er ist dann nicht mehr roh aber eben auch nicht gekocht.

Die Schüsselinhalt sollte sich auf 1/3 bis 1/4 der Urpsungsmenge reduzieren. Dann ist er „gar“.
Dazu muss man schon ein Momentchen kneten.

Jetzt kommt noch die vorbereitete Vinaigrete dazu und das ganze muß gut durchgemischt werden.
Abschmecken ist überflüssig. Salz hat er auf jeden Fall genug abbekommen.
Kurz durchziehen lassen und fertig.

Topinambur-Rote-Beete-Würfel

Schmeckt warm als Gemüse und kalt als Salat.

Zutaten
– Topinambur
– Rote-Beete
– Zwiebel
– Langpfeffer

 

 

Außerdem noch Olivenöl, Salz

 

 

 

 

 

Topinambur entwickelt einen schön nussigen Geschack, wenn er gebraten wird. Mit der Roten-Beete und dem rauchigen Aroma des Langpfeffers gibt das eine schöne Mischung.

Die Badenser destillieren auch einen Schnaps aus Tobinambur. Der ist allerdings eher etwas für Liebhaber. Mir schmeckt er aber auch ganz gut. Hat eine sehr eigene Note.

Als erstes den Topinambur schälen – was eine zeimliche Futzelarbeit ist. Und in kleine Würfel schneiden.
Das gleiche mit der Roten-Beete machen, schälen und würfeln.

Wer zum Rote-Beete bearbeiten Handschuhe anzieht, sollte diese auch für den Topinambur anlassen. Der entwickelt beim Schälen nämlich eine lästige Klebe-Komponente.
Dann noch die Zweibel schälen und würfeln. Alles zusammen in eine heiße Pfanne mit Olivenöl. Erstmal mit Hitze, damit alles etwas anbrät und heiß wird. Später dann die Hitze etwas runter drehen.
Das Ganze sollte braten und nicht schmoren. Also kein Deckel auf die Pfanne. Die Flüssigkeit die beim Garen entsteht soll verdampfen.

Kleiner Tip für den Langpfeffer.
Ich schneide/hacke ihn erst auf dem Brett klein.

 

 

 

 

Bevor ich ihn im Mörser weiter bearbeite.

 

 

Sobald der Pfeffer klein ist, kommt der mit in die Pfanne. Jetzt das ganze unter häufigem Umrühren garen lassen.

Durch die Rote-Beete bekommt alles einen einheitlichen schönen Rot-Stich.
Topinambur und Rote-Beete garen ungefähr gleich schnell. Das Gemüse sollte noch Biß haben wenn es aus der Pfanne kommt.

Hausgemachter Wermuth, Frankfurter Art

Naja, halt mit Frankfurter Wein…also Apfelwein.

Zutaten
– Apfelwein
– Zitrone (ungespritzt)
– Wermuthkraut
– Zimt
– Enzian
– Wacholder
– grüner Kardamon
– Tausendgüldenkraut
– Holunderblüte

 

 

Außerdem noch 3 Tage Zeit, Palmzucker (oder anderer), Eiswürfel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einfach alle Zutaten in ein Gefäß füllen und ein paar Tage ziehen lassen. Kräuter sind nach persönlichem Geschmack einzusetzen.
Aber Achtung! Wermuthkraut und Enzian sind wirklich sehr bitter, also nur in geringen Mengen. Hier meine Mischung (ich mag es bitter). ..sonst bräuchte ich ja auch keinen Wermuth trinken. Gesüßt wird der Apfelein-Wermuth direkt vorm Trinken, je nach persönlichem Geschmack. Maßeinheit ist [ESP] Espressolöffel.

10 Wacholderbeeren
1 ESP Wermuthkraut
1/2 ESP Enzian
2 ESP Tausengüldenkraut
3 ESP Holunderblüte
2 Kardomonkapseln
1/3 Zimtstange
1/3 der Schale einer Zitrone
600ml Apfelwein

 

 

 

Das Ganze in ein luftdichten Behälter füllen. Ich habe eine Tüte genommen und diese verschweißt. Dunkel und kühl -aber nicht im Kühlschrank- 3 bis 4Tage ziehen lassen.

Wenn das Warten vorbei ist, alles durch ein Seib seihen und in eine Flasche abfüllen.

 

 

 

 

Übrig bleibt ein sehr gut riechender Kräutersatz, der aber leider zu nichts mehr zu gebrauchen ist.

Hausgemachter Wermuth ist eigentlich in Spanien zu hause. Aber das Ganze funktioniert natürlich genauso mit autochthonen deutschen Weinen. Der Apfelwein-Wermuth ist ein sehr angehemer Aperitiv.

 

 

Da der Wermuth noch ohne Zucker ist, muß vorm Servieren noch was Süsses dazu. Meine Empfehlung ist Palmzucker, da er eine sehr schöne fruchtige, schwache Süße mitbringt.
Also Zucker ins Glas, etwas Wermuth drauf, kräftig rühren damit sich der Zucker auflöst. Ein paar Eiswürfel dazu mit einer Apfelscheibe garnieren und mit Wermuth auffüllen. Fertig.

Winterlicher Apfel-Karamel-Kompott

Eine Mischung aus Bratapfel und Butterkaramel (auf neudeutsch Butterscotch).

Zutaten
– Äpfel
– Zucker
– Butter
– Sternanis
– Zimt

 

 

 

Außerdem noch eine halbe Limette oder Zitrone.

 

 

 

Die Äpfel entkernen, schälen und in Würfel schneiden und in einer Schüssel zwischenlagern. Wenn neue Apfelstücke dazu kommen, immer etwas Limettensaft (oder Zitrone) frisch auf dei Äpfel pressen und durchmischen. Durch die Säure werden die Äpfel nicht so schnell braun.

Als erstes wird jetzt der Butterkaramel hergestellt.

Dazu den Zucker in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze heiß werden lassen.
Wenn er heiß genug ist, beginnt er zu schmelzen.

 

Achtung: Geschmolzener Zucker ist super heiß und brennt sich richtig in die Haut ein wenn man damit in Kontakt kommt. Also Vorsicht!

Den Zucker jetzt unter rühren braun werden lassen (karamelisieren).
Er soll nicht zu braun werden, sonst schmeckt er verbrannt.

Dann ein gutes Stück Butter darin auflösen.

 

 

Wieder Vorsichtig sein! Die geschmolzene Butter beginnt sofort in dem heißen Karamel zu kochen.

Mit der geschmolzenen Butter jetzt den Zucker lösen. Rühren bis der gesamte Zucker  aufgelöst ist.
Jetzt die Zimtstangen und den Sternanis dazu geben und kurz in dem Butterkaramel ziehen lassen bevor die Äpfel dazu kommen.

 

Apfestücke in den Topf. Gut durchmischen. Deckel drauf. Unter gelegentlichen rühren auf kleiner Flamme ziehen lassen.
Die Apfelstücke sollen noch als Solche erkennbar bleiben und nicht zu  Muß werden.

Wenn der Kompott fertig ist. Alles noch ein wenig im Topf abkühlen lassen und  gelegentlich umrühren. Der Apfel nimmt beim abkühlen die Flüssigkeit wieder auf und schmeckt dadurch saftiger und besser.

Krippchen mit Kraut

Eine alte Frankfurter Spezialität zur Weihnachtszeit. Krippchen mit Kraut.
Wenn nur das Auge isst…

Zutaten
– Lebkuchen
– Sauerkraut

 

 

 

 

 

 

Bringt etwas weihnachtliche Atmosphäre ins Heim und ist auch eine super Alternative zu Räucherkerzen.
Im Gegensatz zu Rippchen mit Kraut sogar für veganer geeignet.

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